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DOSB-Chefin Rücker im Interview. Die neue starke Frau im deutschen Sport

Mit Veronika Rücker steht erstmals eine Frau an der Spitze des Deutschen Olympischen Sportbundes. Seit dem Jahreswechsel bestimmt sie von der Zentrale in Frankfurt aus die Geschicke des deutschen Sports. Im hr-Interview spricht sie über ihre Ziele und Motivationen.

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Mit kerzengerader Haltung und einem Lächeln sitzt Veronika Rücker auf ihrem Stuhl. Ebenso kerzengerade sind ihre Sätze, geradezu professionell geformt. Ihr Redefluss wird so gut wie nie durch ein "Äh" unterbrochen. Die neue, oberste Repräsentantin des deutschen Sports: Sie wirkt zielstrebig und gut vorbereitet auf ihren neuen Job. Als Leiterin der DOSB-Führungsakademie war sie in den vergangenen zehn Jahren eher im Hintergrund aktiv. Mit der Berufung auf den Chefsessel des Vorstands rückt sie jetzt in den Fokus der Öffentlichkeit. Viele werden jetzt schauen, was Rücker macht und vielleicht auch auf Fehler warten. Davon will sich die 47-Jährige aber nicht aus dem Konzept bringen lassen: "Es ist mir bewusst, dass der Druck groß ist. Ich weiß, dass es viele gibt, die drauf schauen: Wie positioniert sie sich? Was nimmt sie in Angriff? Da hilft sicher ein klein wenig Gelassenheit ebenso wie eine gewisse Zeit, in der man das entwickeln kann." "Medaillensammeln steht nicht im Vordergrund" Viel Zeit wird ihr allerdings nicht bleiben, denn ihr erstes großes Event steht schon vor der Tür: Die olympischen Winterspiele im Februar im südkoreanischen Pyeongchang. Da wird der deutsche Wintersport vor allem an Medaillen gemessen. Aber auch das nimmt Veronika Rücker gelassen: "Das Medaillensammeln steht nicht im Vordergrund. Natürlich sind Medaillen die Währung, in der Erfolg bei Olympischen Spielen berechnet wird. Aber das ist bei weitem nicht das Einzige: Wir freuen uns auf ein vorbildliches und sympathisches Auftreten des ganzen Teams in Pyeongchang." Weitere Informationen Rücker-Porträt auf hr1 Wie tickt die neue DOSB-Chefin? Den Druck, der auf den Athleten lastet, kennt Rücker nur zu gut. Sie selbst war aktive Tennisspielerin und verbindet den Begriff auch mit ihrem persönlich größten sportlichen Erfolg - das Aufstiegsspiel mit der Mannschaft in die 2. Bundesliga. Rücker selbst musste das entscheidende Einzel bestreiten. "Ich habe hart gefightet und konnte dann im Tie-Break des dritten Satzes mit 7:6 den Sieg erringen. Und das ist was, an das ich mich auch heute noch gerne erinnere, weil es so ein emotionaler Moment war und für mich einer der größten sportlichen Erfolge meiner kleinen Karriere." Ihre große Karriere als Sportfunktionärin hat gerade erst so richtig begonnen. Der Druck auf ihren Schultern dürfte nicht kleiner werden.

Quelle: hessenschau.de/Jonas Schulte, Martina Knief (hr-sport)