Mehr Sport für Alle

Die neue Broschüre ist da!

Die neue Broschüre "Mehr Sport für Alle im Rheinisch-Bergischen Kreis" als barrierefreie PDF-Version und als druckbare PDF-Version zum Download.


Das inklusive (Sport-)Netzwerk im RBK

Seit dem Start des Projektes MIA - Mehr Inklusion für Alle verfolgen wir das Ziel, ein inklusives Sportnetzwerk im Rheinisch-Bergischen Kreis aufzubauen. 

Neben unseren aktiven Sportvereinen können wir hier auf die Unterstützung und das Wissen vieler Beratungsstellen zurückgreifen:

Geschäftsstelle Inklusion des Rheinisch-Bergischen Kreises
Die Geschäftsstelle Inklusion arbeitet mit vielen verschiedenen Maßnahmen daran, die Teilhabemöglichkeiten für Menschen mit Behinderungen zu verbessern, Informationen zum Thema weiterzugeben und den Blick für notwendige Veränderungen auf dem Weg zum gleichberechtigten Miteinander zu schärfen.


InBeCo - Servicestelle für Inklusion in der Freizeit
Die Servicestelle engagiert sich für mehr Inklusion von Kindern und Jugendlichen in der Freizeit im Rheinisch-Bergischen Kreis. Sie ist Ansprechpartnerin für alle, die sich für Inklusion von Kindern und Jugendlichen interessieren, einsetzen, oder dazu Fragen und Ideen haben.


Die Kette e.V.
Das Projekt Freizeit in Gesellschaft hatte es sich zur Aufgabe gemacht hat, Menschen mit und ohne  Behinderung im Rheinisch-Bergischen Kreis zusammenzubringen um gemeinsam den Bereich von Freizeit und Erholung, Sport, Kultur und Brauchtum inklusiv zu gestalten. Das Projekt ist 2019 ausgelaufen.


EUTB Rheinisch-Bergischer Kreis
Die EUTB soll bei allen Fragen rund um die Teilhabe am öffentlichen und gesellschaftlichen Leben unterstützen und helfen, die Interessen selbstbestimmt wahrnehmen zu können.


Alpha e.V.
Der alpha e.V. bietet Hilfen für Menschen mit Behinderung sowie erzieherische Hilfen für Kinder und Jugendliche und hat vielseitige Angebote zur beruflichen Qualifizierung im Rheinisch-Bergischen Kreis.


Sie kennen noch weitere Akteure oder setzen sich selbst für das Thema Inklusion ein, dann melden Sie sich gerne bei uns.


Was bisher im Projekt geschehen ist:

Freizeit für Alle!

Das von der Aktion Mensch geförderte Inklusionsprojekt Freizeit in Gesellschaft von unserem Kooperationspartner Die Kette e.V. ist mit einer schönen und interaktiven Abhlussveranstaltung zu Ende gegangen. Die Bemühungen für ein inklusives Umfeld in Bergisch Gladbach und Umland aber nicht.

MIA wird weiter gefördert

Die Sozialstiftung der Kreissparkasse Köln fördert das Projekt "MIA - Mehr Inklusion für Alle" im Rheinisch-Bergischen Kreis und sichert damit eine regionale Fortschreibung der Bemühungen.

Der Kreissportbund wird sich auch in Zukunft mit seinen Kooperations- und Netzwerkpartnern für den Ausbau einer inklusiven Sportlandschaft im Kreis einsetzen. Mit den Fördermitteln der Sozialstiftung der Kreissparkasse Köln sollen u.a. die Ausbildung der Sporthelfer*innen zu Inklusionassistentinnen und -assistenten und das Sportabzeichen für Alle unterstützt werden.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei der Sozialstiftung der Kreissparkasse Köln und freuen uns sehr, dass Projekt des DBS weiterzuführen.

MIA-Infoabende in Wermelskirchen & Bergisch Gladbach

Die Infoabende des Modellprojekts „MIA – Mehr Inklusion für Alle“ im Bürgerzentrum Wermelskirchen und im Kreishaus in Bergisch Gladbach waren gut besucht und lieferten viele neue Ideen und interessante Ansätze zu Inklusion und Sport.

Eine Vielzahl unterschiedlicher Akteure - vom aktiven Sportler bis zur Selbsthilfegruppe - waren gekommen um sich über die neuesten Entwicklungen im inklusiven Sport zu informieren und auszutauschen. Darüber hinaus sprach Mathias Mester, zweimaliger Weltmeister im Speerwurf und Gewinner der paralympischen Silbermedaille 2008 im Kugelstoßen, über die Parallelen zur Inklusion im Spitzensport.

Der Kreissportbund Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. hatte zusammen mit dem Amt für Integration und Inklusion des Rheinisch-Bergischen Kreises, dem Verein Die Kette e.V. und dem Sportverein DJK SSV Ommerborn Sand zum Infoabend im Rahmen des Modellprojektes „MIA – Mehr Inklusion für Alle“ eingeladen. Das MIA-Projekt hat zum Ziel, ein Netzwerk für den inklusiven Sport im Kreis aufzubauen und inklusive Sportangebote in den Vereinen zu entwickeln. Der Rheinisch-Bergische Kreis wurde dafür vom Deutschen Behindertensportverband als eine von deutschlandweit zehn Modellregionen ausgewählt.

„Aus unserer Befragung der Sportvereine wissen wir, dass viele Geschäftsführungen und Vorstände das Thema Inklusion in ihren Vereinen bis Dato nur wenig bis gar nicht thematisiert haben. Sie wünschen sich mehr Informationen und Anregungen“ sagt Janik Pfeiffer, Beauftragter für Inklusion beim Kreissportbund RBK, in seiner Vorstellung der ersten Projektergebnisse. „Deshalb ist ein solcher Infoabend wichtig um erfolgreiche Projekte vorzustellen und gemeinsam darüber ins Gespräch zu kommen“ so Janik Pfeiffer weiter.

Nancy Friske, die Referentin und Leiterin des Projekts „Sport vereint“ beim TV Dellbrück, bringt es anschließend auf den Punkt: „Sie müssen kooperieren und sich vernetzen“. Der lebhafte Vortrag über den Kölner Großverein zeigt, dass ein vielfältiges Miteinander kein Selbstläufer ist, aber in Kooperation mit unterschiedlichen Akteuren gelingen kann.

Das zeigt auch die Sporthelfer- und Inklusionsassistenten-Ausbildung, die 2018 zum ersten Mal in Burscheid in Kooperation mit der InBeCo, der Servicestelle für Inklusion in der Freizeit der Katholischen Jugendagentur, stattgefunden hat. Sie soll im März wiederholt werden. Verena Braumann, Jugendreferentin des Kreissportbundes RBK, resümierte nach der Veranstaltung: "Wir sind sehr froh, dass wir unsere ausgebildeten Sporthelfer mit dem Zusatz der Inklusionsassistenten-Ausbildung heute hier vorstellen konnten. Wir würden uns wünschen, dass unsere ausgebildeten Jugendlichen auch in den Sportvereinen mit ihrer Qualifikation ankommen und alle Jugendlichen begleiten können, am aktiven Sport teilzunehmen. Wir suchen Kinder und Jugendliche mit einer Beeinträchtigung, die von unseren qualifizierten Jugendlichen begleitet werden möchten und freuen uns über jede Anfrage."

MIA-Infotage in Berlin

Vom 23. bis 24. August haben im Rahmen der Para Leichtathletik-Europameisterschaften in Berlin der 3. und 4. Infotag des Projektes MIA stattgefunden. Im Mittelpunkt stand der Austausch zu den Themen Qualifizierung und Finanzierung im Bereich Inklusion und Sport.

Wie auch schon bei den ersten beiden Infotagen in Hannover wurden den Modellregionen vielfältige Ideen für die konkrete Umsetzung vor Ort an die Hand gegeben. Eröffnet wurden die Infotage durch die DBS-Vizepräsidentin für Breiten-, Präventions- und Rehabilitationssport, Katrin Kunert und den Vizepräsidenten für Breitensport und Inklusion des Behinderten- und Rehabilitations-Sportverbandes Berlin, Stefan Schenck. Einen Überblick über die verschiedenen Qualifizierungsmöglichkeiten im organisierten Sport erhielten die Teilnehmenden am Donnerstagvormittag von Petra Wüstner-Michels, Referentin der DBS-Akademie. Dabei wurde insbesondere auf die Qualifizierungssysteme des DOSB und des DBS sowie die Richtlinien zur Ausbildung sowie einzelne Ausbildungsinhalte eingegangen.

Darauffolgend stellten Teilnehmende „Guten Beispielen zum Nachmachen“ vor und es entstand ein reger Austausch zu dem jeweiligen Qualifizierungsbedarf vor Ort. Einen allgemeinen Einblick in die Finanzierungsmöglichkeiten für Inklusion und Sport gab Stephan Schenck, der neben seinem Engagement beim BS Berlin, als Geschäftsführer der Spendenberatung SCHENck tätig ist. Abgerundet wurde dieser Vortrag von Francesca Poschen, die als Senior Consultant, in das Thema „Crowdfunding“ auf der Plattform fairplaid.org einführte. Unter dem Motto „Auf die Plätze, fertig“ präsentierte Thomas Stephany im Anschluss die Förderprogramme der Aktion Mensch.

Nach einem Tag mit viel theoretischem Input besuchten die Teilnehmenden der Infotage die Para Leichtathletik-EM im Berliner Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark und unterstützten die Deutsche Paralympische Mannschaft lautstark. Es gab viele spannende Wettkämpfe zu sehen und vergoldet wurde dieser Tag durch Sebastian Dietz, der sich in seiner Klasse F 36 (Koordinative Beeinträchtigung aller Gliedmaßen) den Titel im Kugelstoßen sicherte.

Der Freitag startete mit den bisherigen Entwicklungen sowie zukünftigen Planungen des Projekts MIA, die von Projektleiterin, Kristine Eberle, vorgestellt wurden. Das Projekt MIA wird von dem Institut für angewandte Wissenschaft evaluiert und deren Geschäftsführer, Dr. Andre Körner und Dr. Stefan Uhlig, gaben erste Erkenntnisse aus der bisherigen Begleitung bekannt. Anschließend tauschten sich die Modellregionen über die bisherigen Aktivitäten im Projektverlauf aus.

Der Tag fand seinen Abschluss mit drei Fragestunden, die mit Niko Kappel, amtierender Paralympics-Sieger im Kugelstoßen (Klasse F 41, Kleinwuchs) und Behindertensportler des Jahres 2017 begann. Gespannt folgten die Teilnehmenden den Erläuterungen des frisch gebackenen Vizeeuropameisters, bei denen er über seinen beruflichen und sportlichen Werdegang hin zum Vollzeitprofi, seine Haltung zur Inklusion sowie seinem Engagement in den sozialen Medien einging. Als zweite Gesprächspartner gaben Oliver Klar und Wiete Zepperitz vom Pfeffersport e.V. einen ausführlichen Einblick in die Entstehung ihres inklusiven Sportvereins und in die Voraussetzungen für ihre erfolgreiche Arbeit. Abschließend stand Frank Eichholt als Berater im Projekt MIA den Teilnehmenden Rede und Antwort. Mit der Veranstaltung in Berlin hat die viertätige Infotag-Reihe des Projekts MIA seinen Abschluss genommen.

MIA-Infotage in Hannover

Informieren, austauschen, voneinander lernen: All das haben die ersten Infotage zum Projekt MIA in Hannover geboten. Eine super Gelegenheit für die anwesenden Vertreter aus den Modellregionen, um neue Ideen zu sammeln und hilfreiche Tipps mit nach Hause zu nehmen.

Der Fokus lag auf den Themen Gewinnung von Mitgliedern, Ehrenamt und Partnern, Netzwerkaufbau und -pflege, Barrierefreiheit sowie Öffentlichkeitsarbeit. Ein bunter Mix aus theoretischen Einheiten und Praxiserfahrungen wartete auf die Teilnehmenden der ersten MIA Informationstage, die am 31. Mai und 1. Juni in Hannover stattfanden.

Neben den Vertretern der zehn Modellregionen und der Landesverbände des DBS, nahmen auch weitere Interessierte an den Tagen teil. Um nicht nur über Sport zu reden, sondern ihn auch zu erleben, eröffnete ein Besuch auf den Sportivationstagen des Behinderten-Sportverbandes Niedersachsen die Infotage.

Nach diesem Ausflug in die Praxis hießen Lars Pickardt in seiner Funktion als Vorsitzender der Deutschen Behindertensportjugend und Mitglied des DBS-Präsidiums sowie mit Jutta Schlochtermeyer die Vizepräsidentin des Behinderten-Sportverbandes Niedersachsen die Anwesenden herzlich Willkommen. Zum Einstieg gab Kristine Gramkow daraufhin einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen im Projekt MIA. Ralf Kuckuck von der DBS-Akademie führte die Teilnehmenden anschließend durch die ersten beiden Themenblöcke: Gewinnung von Mitgliedern, Ehrenamt und Partnern sowie Netzwerkaufbau und -pflege. Bereits im Vorfeld der Bewerbung als MIA-Modellregion, hatten sich im Rheinisch-Bergischen-Kreis und im Landkreis Landsberg erste Netzwerke gebildet. Die Vertreter der beiden Regionen schilderten ebenso ihre Erfahrungen und Eindrücke zum Netzwerkaufbau, wie Frank Eichholt zum Projekt „LinaS – Lingen integriert natürlich alle Sportler“. Perspektivwechsel mit Simulationsbrillen, Lärmschutz-Kopfhörern und Rollstühlen Bild vergrößern Perspektivwechsel mit Simulationsbrillen, Lärmschutz-Kopfhörern und Rollstühlen.

Der zweite Tag stand zunächst unter dem Motto der Barrierefreiheit. Anke Günster, Referentin für Inklusion des LandesSportBundes Niedersachsen, gab den Teilnehmenden eine theoretische Einführung zum Thema. Ergänzt wurde die Theorie dann durch Erfahrungsberichte von Referenten, die es gelernt haben im Alltag mit Barrieren zu leben. Die sehbehinderten Maleike Schubert, die als Projektmitarbeiterin in der Modellregion Bremerhaven agiert, und Projektkoordinator Manuel Beck schilderten ihre Eindrücke, genauso wie Till Mootz, der als Spielertrainer im Rollstuhl-Basketball beim Basketballclub Darmstadt fungiert und Ludmilla Schmidt vom Gehörlosen Sportverband Niedersachsen. Noch greifbarer wurde das Thema Barrierefreiheit für die Teilnehmenden dann in Form eines Perspektivwechsels. Mit Blindenstöcken und Simulationsbrillen, Lärmschutz-Kopfhörern und Rollstühlen testeten sie selbst aus, wie alltägliche Situationen zu Barrieren werden können. Andi Weiland von den Sozialhelden führte abschließend durch den Themenblock Öffentlichkeitsarbeit und gab Beispiele für eine wirksame Umsetzung.

Erste Ergebnisse auf der MV vorgestellt

Das Projekt MIA und erste Ergebnisse aus der Vereinsbefragung wurden bei unserer diesjährigen Mitgliederversammlung des Kreissportbundes RBK präsentiert.

Neben einem Impulsvortrag von DBS-Präsident Friedhelm Julius Beucher wurden die ersten Ergebnisse der Befragung in der Modellregion dargelegt. Beucher gab den Anwesenden zunächst einen Überblick über die bundesweite Ausrichtung von MIA. Darauf aufbauend wurden die konkreten Projektziele für die Modellregion sowie die Projekt- und Kooperationspartner, die bei der Umsetzung dieser Ziele mitwirken, vorgestellt. Im Rheinisch-Bergischen-Kreise werden der Kreissportbund RBK, das Amt für Integration und Inklusion im RBK, die Kette e.V. und der DJK SSV Ommerborn Sand e.V. die Projektphase mitgestalten.

Die ersten Ergebnisse der Projektphase konnten im RBK bereits präsentiert werden. Für eine Standortbestimmung wurden im ersten Schritt die Vorstände, Geschäftsführer und Übungsleiter der Vereine im Kreissportbund zu den Themen Inklusion im und durch Sport, Barrierefreiheit und Qualifizierung zum Thema Inklusion im und durch Sport befragt. Damit ist der Grundstein für konkrete Maßnahmen nun gelegt.

Folgende Kernaussagen können auf Grundlage der Befragung getätigt werden:

  • An der Befragung der Geschäftsführungen und Vorstände haben sich mehr als ein Viertel der Vereine des Kreissportbundes beteiligt (tolle Rücklaufquote).
  • Beinahe die Hälfte der Geschäftsführungen und Vorstände gibt an, dass das Thema Inklusion in ihren Vereinen bis Dato nur wenig bis gar nicht thematisiert wurde, weshalb sich 60% der Teilnehmer auch mehr Informationen zu diesem Thema wünschen.
  • Beim Thema „Barrierefreiheit“ sehen sich die Geschäftsführungen und Vereine überwiegend bereits auf einem guten Weg, wobei es aber auch oft noch an detailiertem Wissen fehlt, welche Voraussetzungen für einen komplett barrierefreien Zugang für welche Zielgruppe erforderlich sind.
  • Über die Hälfte der Geschäftsführungen und Vorstände sowie der Übungsleiterinnnen und Übungsleiter sind sich einig, dass es noch weiterer Qualifikation zum Thema Inklusion bedarf.
  • Beinahe 90% der Übungsleiterinnnen und Übungsleiter sehen sich dem Umgang mit Vielfalt gewachsen und auch die Vereine zeigen sich dem Thema gegenüber überwiegend offen, wobei es zumeist noch an inklusiven Angeboten fehlt.
  • Die ersten Ergebnisse der Auswertung bestätigen den Bedarf, den die Projekt- und Kooperationspartner bereits erkannt haben und bestärken/motivieren die Akteure in ihrem Handeln.

Projekt MIA: Gemeinsamer Auftakt in Darmstadt

Mit dem Start ins Jahr 2018 hat für den Deutschen Behindertensportverband (DBS) und die Modellregion RBK die Kernphase des Projekts „MIA - Mehr Inklusion für Alle“ begonnen. Zwischen dem 1. Januar und dem 31. Dezember werden bei dem von der Aktion Mensch Stiftung geförderten Projekt bundesweit zehn Modellregionen zur Umsetzung von Inklusion und Sport beraten. Mit einem besonderen Blick auf die Teilhabemöglichkeiten von Menschen mit Behinderung im Sport soll der Rheinisch-Bergische Kreis analysiert, beraten sowie zu einer inklusiven Sportlandschaft auf- und ausgebaut werden.

In Darmstadt haben sich die Projektverantwortlichen mit den Vertretern der zehn Modellregionen getroffen, die im Vorjahr aus insgesamt 40 Bewerbungen ausgewählt wurden. Schwerpunkte waren neben dem Kennenlernen untereinander vor allem die Abstimmung hinsichtlich der einzelnen Projektschritte und der gemeinsamen Zusammenarbeit. Darüber hinaus informierte das Institut für angewandte Wissenschaft über die wissenschaftliche Begleitung und Evaluation des Projekts.

„Wir freuen uns, dass in unserer Modellregion Darmstadt der gemeinsame Startschuss für die Umsetzung des Index für Inklusion im und durch Sport für alle zehn MIA-Modellregionen gefallen ist. Mit den vielfältigen Projektpartnern aus Sportvereinen- und Abteilungen, Stadt- und Kreissportbünden sowie kommunalen Strukturen liegt ein spannender Prozess vor uns. Ich bin überzeugt, dass alle ihren jeweils individuellen Weg zu einer inklusiven Sportlandschaft finden werden“, äußerte sich DBS-Generalsekretär Thomas Urban zuversichtlich zum ersten Kennenlernen.

In der Umsetzung werden alle Modellregionen die fünf Phasen des „Index-Prozesses“ durchlaufen und dabei von einem dreiköpfigen MIA-Projektteam begleitet. Innerhalb der Beratung werden alle Beteiligten auch zu vier Infotagen zusammenkommen, bei denen sich die Projektpartner zu übergreifenden Themenstellungen informieren und weiterbilden. 

MIA - Mehr Inklusion für Alle im Rheinisch-Bergischen Kreis

Der Kreissportbund Rheinisch-Bergischer Kreis e.V. in Kooperation mit dem Amt für Integration und Inklusion des Rheinisch-Bergischer Kreises (Homepage), dem DJK SSV Ommerborn Sand e.V. (Homepage), sowie dem Verein Die Kette e.V (Homepage) haben die Ausschreibung "MIA - Mehr Inklusion für Alle" des Deutschen Behindertensportverbandes (DBS, Projekt MIA) gewonnen. Mit dem von der Aktion Mensch Stiftung geförderten Projekt soll ein inklusives Sportnetzwerk im Rheinisch-Bergischen Kreis auf- bzw. ausgebaut werden.

In einem intensiven Auswahlverfahren haben die Projektpartner den Zuschlag für das gemeinsam entwickelte Konzept für die Modellregion des Rheinisch-Bergischen Kreises erhalten. Damit ist der Kreis eine von zehn deutschlandweiten Modellregionen, die in Bezug auf die Teilhabe von Menschen mit Behinderung im Sport vor Ort analysiert, beraten und zu einem inklusiven Sportnetzwerk auf- und ausgebaut werden sollen.

"Ich begreife das Projekt als große Chance für die Entwicklung einer inklusiven Sportlandschaft im Rheinisch-Bergischen Kreis. Wir sind davon überzeugt, dass der Sport und insbesondere die Sportvereine hier ein großes Potenzial haben und einen wichtigen Beitrag leisten können, dass Inklusion gelingen kann und in unserer Gesellschaft selbstverständlich wird"
Janik Pfeiffer, Projektverantwortlicher vom Kreissportbund Rheinisch-Bergischer Kreis

Das Ziel des inklusiven Sportnetzwerks ist es, dass alle Menschen im Kreis gleichberechtigt an Bewegungs-, Spiel und Sportangeboten aktiv teilnehmen und die Möglichkeit haben, sich auch in den Strukturen des Sports haupt- und ehrenamtlich zu engagieren. Um diese Ziele zu erreichen wird die Projektgruppe mit Unterstützung des DBS ein 5-stufiges Phasenmodell durchlaufen. Der sogenannte "Index für Inklusion im und durch Sport" (Erläuterung des DBS) ist ein Wegweiser für das Thema und soll zunächst eine Situationsanalyse des Rheinisch-Bergischen Kreises umfassen, die im Frühjahr 2018 startet. Der umfangreiche Fragenkatalog bietet viele Hilfestellungen um die eigene Situation zu überprüfen und Entwicklungen einzuleiten. Die bereits bestehenden Netzwerke und ein neuer "Runder Tisch MIA" sollen durch die Situations- und Bedarfsanalyse unterstützt werden und es sollen gemeinsame Ziele und Prioritäten festegelegt werden. In der zweiten Jahreshälfte sollen dann die Maßnahmen umgesetzt werden.

Die Modellregionen im Überblick


Kooperationspartner

Kontakt

Miriam Kretzer

Integration durch Sport & Inklusion

Kreissportbund RBK