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KSB Rheinisch-Bergischer-Kreis e.V.

Gegen sexualisierte Gewalt im Sport

Sexualisierte Gewalt und sexueller Missbrauch sind überall anzutreffen - leider auch im Sport. Der KSB  unterstützt und berät Sportvereine in Fragen der Prävention und des Erkennens sexualisierter Gewalt im Sport und den Handlungsmöglichkeiten.

Schweigen schützt die Falschen

Im Rahmen seiner Kampagne „Schweigen schützt die Falschen“ gibt der KSB  den Sportvereinen konkrete Hilfestellung, um das Thema zu

  • enttabuisieren
  • präventiv tätig zu werden
  • in Krisen- und Verdachtsfällen Orientierung zu erhalten

Das Engagement des KSB  basiert auf einem 10-Punkte-Aktionsprogramm des Landessportbundes NRW. Dazu gehören auch:

  • Erweitertes Führungszeugnis

    Erweitertes Führungszeugnis

    Die Vorlage des erweiterten Führungszeugnisses bildet eine Maßnahme im Rahmen eines Präventions- und Schutzkonzeptes und ist ein Bestandteil der Vereinbarung auf kommunaler und Landesebene nach § 72a SGB VIII (Tätigkeitsausschluss einschlägig vorbestrafter Personen), die zwischen dem Träger der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe und dem Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe geschlossen wird.

     Das „erweiterte Führungszeugnis“ kann Personen erteilt werden, die beruflich, ehrenamtlich oder in sonstiger Weise imkinder- und jugendnahen Bereich tätig sind oder tätig werden sollen. Mit den am 1. Mai 2010 in Kraft getretenen Änderungen des Bundeszentralregistergesetzes (BZRG) ist in den Paragrafen 30a und 31 das „erweiterte Führungszeugnis“ eingeführt worden. Sie trägt der Tatsache Rechnung, dass Menschen mit einer pädosexuellen Orientierungbezahlte oder ehrenamtliche Betätigungsfeldersuchen, die ihnen den Kontakt zu Kindern und Jugendlichen ermöglichen.

    Jede Person ab Vollendung des 14. Lebensjahres kann ein erweitertes Führungszeugnis beantragen.

    Eine Verpflichtung zur Vorlage des erweiterten Führungszeugnisses besteht bislang ausschließlich für Träger der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe gemäß Paragraf 72aSGB VIII zur Prüfung der persönlichen Eignung bei der Wahrnehmung ihrer Aufgaben. Träger der freien Kinder- und Jugendhilfe, darunter auch Sportvereine oder -verbände, unterliegen keiner Rechtspflicht, sich ein erweitertes Führungszeugnis von haupt- oderehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiternvorlegen zu lassen. Sie haben jedoch die Berechtigung, ein solches erweitertes Führungszeugnis zu verlangen. Sportvereinen wird empfohlen, keine Personen zu beschäftigen oder zu vermitteln, die rechtskräftigwegen Straftaten gegen die sexuelleSelbstbestimmung verurteilt wurden.Eine Verpflichtung von Sportvereinen, sich ein erweitertes Führungszeugnis vor dem Beginn der Tätigkeit vorlegen zu lassen,kann sich aus Vereinbarungen zwischen Sportvereinen und Kommunen (Jugendamt)oder Schulen ergeben. Viele Vereine führen an offenen Ganztagsgrundschulen Betreuungsangebote durch. Zwischen dem Träger des Ganztagsangebotes und dem Sportverein wird dann ein Vertrag geschlossen. In solchen Fällen stellen die Träger der öffentlichen Jugendhilfe durch Vereinbarungen mit Trägern der freien Jugendhilfe sicher, dass unter deren Verantwortung keine neben- oder ehrenamtlich tätigen Personen eingestellt werden und Kinder oder Jugendliche betreuen, die wegen Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung verurteilt worden sind.